Sitzung Straubing 2013

29. Fachdidaktik-Tagung in Straubing, Kompetenzzentrum NAWARO

Sitzungsprotokoll des AK-BTA vom 26. Sept. 2013 von 16:20 - 18:25 Uhr

 

Top. 1: Annahme der Tagesordnung

Die Tagesordnung wird ohne Änderungen in der vorgelegten Form einstimmig angenommen.


Top. 2
: Bericht aus dem AK-BTA

Herr Böhm berichtet von der Arbeit des Vorstandes des AK-BTA. Zwei Monate nach der letzten Tagung in Idstein erfolgte am 6.11.2012 ein Audit der ZEvA über Inhalte der BTA-Ausbildung. Zu dem Thema der Validierung beruflicher Bildung führte der AK-BTA am 18.1.2013 eine Fortbildungsveranstaltung am Lise Meitner OSZ durch. In Folge zeigten drei weitere Ausbildungsstätten ihr Interesse, die BTA–Ausbildung nach den Vorgaben des ECTS validieren zu lassen.

Zur Einstufung der Ausbildung von BTA im Bildungssystem erschien eine Stellungsnahme des AK-BTA in der BIUZ.

Herr Böhm informierte darüber, dass seit Anfang des Jahres 2013 vom Vorstand des AK-BTA Gespräche mit Frau Prof. Ramsak (NIB, Ljubljana) geführt werden, um eine enge Kooperation und den Export der BTA-Ausbildung nach Slowenien vorzubereiten. Dazu informierte sich Prof. Ramsak an der Rheinischen Akademie in Köln und am Berufskolleg Hilden des Kreises Mettmann über die Struktur und den Lehrplan der BTA-Ausbildung.

Am 27.4.2013 fand die Vorstandssitzung des AK-BTA in Mannheim statt. Ein Resultat daraus war die Planung und Organisation unserer Tagung in Straubing durch Herrn Prof. Huber und die endgültige Überarbeitung der Geräteliste durch den Vorstand. Danach wurde diese vorläufige Geräteliste auf den Interseiten des AK-BTA veröffentlicht, so dass sie allen Mitgliedern des AK-BTA vorlag.

 

 


 

Der Vorstand des AK-BTA hat sich am 6.7.2013 mit Vertretern der anderen in Bündnis TA- verbundenen Verbände an der RAK getroffen, um sein weiteres Vorgehen zu organisieren. Die Entwicklungen sind jedoch zäh, da zum einen die Vertreter der CTA auf Widerstand in ihrem Verband stoßen, der Verband der PTA bisher nur indirekt beteiligt ist und der Verband der MTA beabsichtigt, eine andere Strategien, z.B. sichtbar in der Änderung des Verbandsnamen, zu wählen, um auf ein höheres Niveau im DQR zu gelangen. Auf weitere Zusammenarbeit wird schlussendlich viel Wert gelegt. Aber es bleibt ungelöst, welche Strukturen und Organisationsform das Bündnis TA in Zukunft bekommen könnte.

Im Rahmen des ANKOM Projektes an der Universität Hannover, das Frau Dr. Riemenschneider auf der Tagung in Idstein 2012 vorgestellt hatte, wurden unter Beteiligung des Vorstands des AK-BTA die Kooperationsverträge ausgearbeitet. Nun liegen sechs BTA-Ausbildungsstätten des AK-BTA entsprechende, wortgleiche Vorträge vor. Diese wurden von dem Justiziariat der Universität überarbeitet und den Leitungen der Berufsfachschulen zur Unterzeichnung vorgelegt. Die Verträge müssen nun auch noch vom Fachbereich der Universität Hannover unterzeichnet werden. So hätten schon zum Beginn des Wintersemesters 2013/2014 die BTA der kooperierenden Berufsfachschulen die Möglichkeit beim Studium der beiden entsprechenden Bachelor–Studiengänge an der Universität Hannover im dritten Semester zu starten.

Im ähnlichen Zusammenhang erhielten fünf Berufsfachschulen des AK-BTA am 13.9.2013 eine Auszeichnung des VBTA für die BTA-Validierung durch die ZEvA. Dadurch wurde dokumentiert, dass die BTA Ausbildung mit bis zu 90 ECTS-Kreditpunkten auf ein Hochschulstudium angerechnet werden kann. Dies ist die von der KMK empfohlene maximale Punktzahl. Eine solche hohe Bewertung ist bisher noch keinem Bildungsgang in der vollzeitschulischen Berufsausbildung gelungen.

Der Vorstand hofft, dass in Zukunft noch mehr BTA-Berufsfachschulen diesen Weg einschlagen, damit das hohe Niveau der BTA Ausbildung stetig verbessert werden kann.

 

Top. 3: Die Geräteliste

Die Geräteliste lag den Mitgliedern des AK-BTA seit der Vorstandssitzung des AK-BTA vor. Den anwesenden Mitgliedern wird diese Liste nochmals in schriftlicher Form vorgelegt und zur endgültigen Diskussion vorgestellt. Dem Vorstand liegen die Rückmeldung des Lise-Meitner OSZ und der Berufsfachschule in Jena vor, die die Liste ohne Änderungen annehmen. Es liegen zwei schriftliche Anträge über Änderungen vor. In der Versammlung werden schließlich weitere Änderungen, wie die Erhöhung der Zahl der Mikrotome gewünscht. Nach einer ausführlichen Diskussion wird einstimmig beschlossen, die Geräteliste um die vorliegenden Änderungen zu erweitern und in dieser finalen Form gemeinsam zu verabschieden. Die Geräteliste wird dann auf den Seiten des AK-BTA veröffentlicht.


Top. 4:
Neues vom DQR


Aufgrund neuster Informationen, die Herr Dr. Roller erfahren hat, informiert der Vorstand des AK-BTA über den aktuellen Stand des DQR. Die Assistentenausbildung ist definitiv auf dem Niveau 4 des DQR eingestuft. Dies wird die nächsten vier Jahre gelten und ist bindend, denn nach sechsjähriger Entwicklungsphase ist der DQR am 8.5.2013 eingeführt. Die Veröffentlichung auf den Seiten des DQR erfolgte jedoch mit Verzögerung, so dass dies erst jetzt publik wird.
Die zutreffende EQR-/DQR-Zuordnung sind künftig auf neuen Qualifikationsbescheinigungen und Europass-Dokumenten auszuweisen. Dies gilt für Abschlüsse, die nach Inkrafttreten des Gemeinsamen Beschlusses erlangt wurden. Da zunächst die erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, soll die Umsetzung schrittweise erfolgen.
Herr Böhm legt dar, dass die Einstufung im Jahr 2017 überprüft werden wird. Es wird beschlossen, dass schon vorher gegen die Einstufung der BTA auf die Stufe 4 etwas unternommen werden soll. Dies soll am besten mit Hilfe des Bündnis TA erfolgen, um eine größere Breitenwirkung zu erreichen.
Der AK-BTA empfiehlt seinen Mitgliedern, sich auf den Internetseiten des DQR (http://www.deutscherqualifikationsrahmen.de/de/aktuelles/der-deutsche-qualifikationsrahmen-für-lebenslanges_hgnieuyd.html) über die Details und Auswirkungen der Einführung des DQR näher zu informieren.



Top. 5:
Arbeitsmarktsituation

Nachdem sich Frau Dr. N. Lindemann als die Nachfolgerin von Thomas Wittling als neue Vorstandsvorsitzende des VBTA vorgestellt hat, berichtet sie über die aktuelle Arbeitsmarktsituation der BTA. Wie in den letzten Jahren ist die Arbeitslosenquote der BTA sehr niedrig, so dass quasi von Vollbeschäftigung auszugehen ist. Sie weist auf die Problematik hin, dass in der Statistik der Bundesarbeitsagentur im Bereich der biologischen Sonderfachkräfte der Beruf der BTA nicht ausschließlich abgebildet wird. Frau Lindemann zieht aus den aktuellen Stellenangeboten den Schluss, dass der Beruf der BTA zunehmend gesucht wird, wobei generell ein Nord-Süd-Gefälle in der Anzahl der Stellenangebote auszumachen ist. Aufgrund ihrer Analyse des Arbeitsmarktes lässt sich feststellen, dass die Entlohnung dieses gesuchten Berufes dem Niveau nicht entspricht. Es lässt sich ebenfalls feststellen, dass in diesem Berufsfeld überwiegend Frauen tätig sind, die aber durchschnittlich schlechter bezahlt werden als die männlichen BTA. Dieser Umstand wird diskutiert, ohne eine abschließende Erklärung dafür zu finden.
Im Anschluss an ihre Ausführungen zeichnet Frau Lindemann gemeinsam mit der 2. Vorsitzenden des VBTA, Frau Kruse, die Vertreter des Naturwissenschaftlichen Technikum Dr. Künkele für die im Validierungsverfahren erreichte Leistung aus und überreicht Frau Mattern und Herr Dr. Greiner eine Urkunde.

 

Top. 6: Fortbildungsveranstaltungen

Die nächste Fortbildungsveranstaltung des AK-BTA wird am 14. und 15. November 2013 in Jena stattfinden. Auf Initiative des Fortbildungsbeauftragten des AK-BTA, Herrn Dr. Wahle, wurde von Herrn Liebhold ein attraktives Programm organisiert. Herr Liebhold bittet darum, sich frühzeitig anzumelden, damit die Veranstaltung planbar ist und nicht wegen mangelndem Interesse abgesagt werden muss. Herr Böhm weist darauf hin, dass als letzter Anmeldetermin der 18.10.2013 gesetzt ist. Es erfolgt die Bitte an alle Mitglieder des Arbeitskreises die Fortbildungsveranstaltung zu nutzen. Der Wert einer solchen Veranstaltung zeigt sich nicht zuletzt darin, wie schwierig es ist solche Fortbildungen zu organisieren und finanzieren.
Schließlich bittet Herr Böhm die Mitglieder des AK-BTA sich auf die Suche nach einem Fortbildungsbeauftragten zu begeben, da Herr Wahle diese Funktion in Zukunft aufgrund vieler anderer Verpflichtungen nicht mehr wahrnehmen kann. Der AK-BTA dankt Herrn Wahle für seinen bisherigen, vorbildlichen Einsatz.



Top. 7:
Zukünftige Themenbereiche des AK

Herr Böhm stellt die Themenbereiche vor, die auch in Zukunft zur Bearbeitung anstehen.

Neben den stetigen Aufgaben, wie die Profilbildung und die Höherqualifikation der Ausbildung BTA, der Mitarbeit im Bündnis TA und der Zusammenarbeit mit den Hochschulen, zeichnet sich durch die Kooperation mit dem NIB in Ljubljana in Zukunft ein größeres internationales Projekt ab, das auf den Export der BTA-Ausbildung in andere europäische Länder zielt.

Als mögliche Innovation schlägt der Vorstand vor, zusammen mit dem VBTA eine Berufsmesse zu etablieren. Erste Gespräche mit Biotech-Unternehmen wiesen auf ein positives Interesse hin. Das Konzept soll sich von anderen Berufsmessen dadurch unterscheiden, dass es sich um eine „Exzellenz-Messe“ handeln soll. Alle Mitgliedsschulen entsenden jeweils die drei besten eines Jahrgangs zur Messe. Damit besitzt die geplante Berufsmesse ein Alleinstellungsmerkmal, das nur der AK-BTA und der VBTA den Arbeitgebern bieten kann. Die Messe könnte parallel zur jährlichen Tagung stattfinden. Ein Termin soll noch gefunden werden. Eine Machbarkeitsanalyse soll im Vorfeld durchgeführt werden, in der die Berufsfachschulen und die Unternehmen befragt werden sollen. Über den Finanzrahmen und eine externe Organisation muss ebenfalls nachgedacht werden. Dazu soll in nächster Zeit ein Organisationsteam gebildet werden, dass sich vorerst aus dem Vorstand des AK-BTA rekrutiert. Jedes Mitglied des AK-BTA ist gerne in diesem Team gesehen.

 

Top. 8: Nächster Tagungsort

Entgegen seinen bisherigen Regeln schlägt der Vorstand den nächsten Tagungsort vor. Als Grund für diese Vorgehensweise nennt Herr Böhm das 50jährige Jubiläum der BTA-Ausbildung im nächsten Jahr. Daher soll die Jubiläumsveranstaltung 2014 am Geburtsort der BTA-Ausbildung in Landau am Naturwissenschaftlichen Technikum Dr. Künkele stattfinden. Genauer Termin und Details werden zu Beginn des Jahres 2014 organisiert und den Mitgliedern mitgeteilt werden.
Da die Sabine Blindow Schule in Hannover im Jahr 2015 ebenfalls ein rundes Jubiläum feiern wird, begrüßt der AK-BTA das Angebot von Frau Stach, die Tagung 2015 in Hannover zu gestalten.

Für das Jahr 2016 liegt schon die Bewerbung des Maria Stemme Berufskolleg in Bielefeld vor.


Top. 9: Verschiedenes

Es liegen keine weiteren Informationen vor.

 

Die Sitzung wurde gegen 18:25 abgeschlossen.

 

Protokoll: Böhm

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